Die neuen Extrem-Starkregenkarten machen es erstmals möglich, sich im gesamten Saarland gemeinsam auf schwere Starkregenereignisse vorzubereiten. Sie helfen dabei, Risiken über Gemeindegrenzen hinweg besser einzuschätzen und im Ernstfall schneller und koordinierter zu reagieren.
Inhalte der Extrem-Starkregengefahrenkarten
Die Gefahrenkarten veranschaulichen, wie sich Wasser bei sehr intensiven Starkregenereignissen auf der Geländeoberfläche ausbreitet. Bei der Erstellung und Überprüfung der Karten wurden Erfahrungen und lokale Kenntnisse zahlreicher Kommunen und Fachinstitutionen berücksichtigt.
Die im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes (MUKMAV) im Rahmen des Forschungsprojekts „Starkregen- und Erosionsgefahrenkarten des Saarlandes“ erstellten Karten zeigen:
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Bereiche, die bei Starkregen überflutet werden, einschließlich der zu erwartenden Wassertiefen
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Fließwege des Wassers sowie deren Richtung und Geschwindigkeit
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entlang der Flüsse Blies, Prims und Saar zusätzlich Überflutungsflächen und Wassertiefen bei extremem Hochwasser
Für die Berechnungen wurden zwei Szenarien zugrunde gelegt: ein Starkregenereignis mit einer statistischen Wiederkehrzeit von 100 Jahren (zwischen 39,6 und 44,2 mm/h) sowie ein extremes Starkregenereignis (200 mm/h). Die Ergebnisse basieren auf einem zweidimensionalen Modell des Oberflächenabflusses in Kombination mit einem hochauflösenden dreidimensionalen Geländemodell.
Die Karten sind hier einsehbar: Kartenviewer
Eine Anleitung zur Anwendung der Karten ist hier zu finden: Anleitung
(Quelle: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Saarland)