Reger Austausch beim Bürgerforum in Limbach

Am 12.03.2026 fand das zweite Bürgerforum zur Erstellung des Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzepts für Gemeinde Kirkel, in der Dorfhalle in Limbach, statt.

Die Bürgerforen werden durch das Planungsbüro Hömme GbR durchgeführt, auch Vertreter:innen der Gemeinde Kirkel und der jeweiligen Löschbezirke nehmen an den Veranstaltungen teil. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, um sich über die Hochwasser- und Starkregengefährdung und geeignete persönliche und private Maßnahmen der Eigenvorsorge zu informieren und um im Austausch mit dem Planungsbüro zunächst die neuralgischen Gefahrenpunkte zusammenzutragen, für die im weiteren Projekt dann die Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden sollen. 

Der Erste Beigeordnete Bernhard Krastl eröffnete in Vertretung von Bürgermeister Dominik Hochlenert die Veranstaltung und begrüßte die rund 40 Teilnehmenden.

Zunächst erfolgte dann eine Präsentation zu den Belangen der Hochwasser- und Starkregenvorsorge und eine Übersicht über die generellen Gefährdungsbereiche in Limbach.

Innerhalb des Projektes werden für die Gemeinde Kirkel sogenannte Starkregengefahrenkarten erstellt, die nach Fertigstellung darstellen, in welchen Bereichen bei entsprechenden Niederschlagsereignissen mit verstärktem Oberflächenabfluss und Wasseraufstau zu rechnen ist. Diese Karten liegen bereits in einer Entwurfsfassung vor und wurden in der Präsentation vorgestellt und erläutert. Aus den Starkregengefahrenkarten und den Erkenntnissen aus den vorangegangenen Ortsbegehungen, mit Vertreter:innen von Gemeinde, Feuerwehr und den Ortsteilen, wurden die (potenziellen) Problembereiche und neuralgischen Punkte zusammengestellt, die sich bei vergangenen Starkregen- und Hochwasserereignissen bereits als (besonders) kritisch erwiesen haben oder an denen es zukünftig problematisch werden könnte. Zusätzlich wurden die durch das Land erstellten und bereits veröffentlichten Starkregengefahrenkarten für die Ereignisfälle eines extremen Starkregens mit 100 Liter pro Quadratmeter sowie mit 200 l/m² vorgestellt. Diese können im Geoportal des Saarlandes eingesehen werden: 

Neben der  Erläuterung zu den Möglichkeiten der kommunalen und öffentliche Hochwasser- und Starkregenvorsorge, wurde im Vortrag auch eindringlich die Notwendigkeit zur persönlichen und privaten Eigenvorsorge an vielen Beispielen vermittelt. Hierzu wurden unterschiedliche Aspekte erläutert, die vor, während und nach einem Ereignis zu beachten sind und aufgezeigt, welche konkrete Maßnahmen man auf dem eigenen Grundstück bzw. am Gebäude umsetzen kann und muss (Sicherung gegen Kanalrückstau), um sich bestmöglich zu schützen. Nähere Informationen zur privaten und persönlichen Eigenvorsorge sind hier gelistet.

Zu den Punkten, die seitens der Teilnehmenden/ Betroffenen nochmals explizit angesprochen bzw. für den jeweiligen Ortsteil ergänzt wurden, zählen die nachfolgend aufgeführten Problemlagen und Bereiche. Zu beachten ist, dass diese Listen nicht die vollständigen Maßnahmenbereiche für das spätere Konzept darstellen.

Von den Teilnehmenden ergänzte Gefahrenbereiche/ Hinweise zur Prüfung:

  • Bedarf nach hochwassersicherer Installation der im Überschwemmungsgebiet der Blies/ des Mühlengrabens befindlichen Stromverteilerkästen
  • Berücksichtigung der Ausweisung offizieller Parkmöglichkeiten für die betroffene Anwohnerschaft im Hochwasserfall im Rahmen der Einsatzplanung
    • (verbesserte) Kommunikation der Vorgehensweise im Hochwasserfall für die Anlieger
    • laut Aussage der Feuerwehr wurde im Ereignisfall (bsph. Pfingsthochwasser 2024) umfänglich und wiederholt gewarnt, möglicherweise wäre ein wiederkehrender Informationsbeitrag im Mitteilungsblatt der Gemeinde hilfreich für die grundsätzliche Sensibilisierung und Aufklärung der Anwohnerschaft
  • Bedarf zur Prüfung/ Klärung: Öffnung der Rückhalteanlage in Ottweiler bei Hochwasserführung der Blies
  • Mühlengraben befindet sich in privatem Eigentum = Handhabe, Einflussmöglichkeiten seitens der Gemeinde sind hierdurch stark eingeschränkt
    • Hinweis auf defektes Wehr am Mühlengraben
    • Hinweis auf unzureichende Unterhaltung am Mühlengraben und darauf, dass dieser ausschließlich im Starkregen- und Hochwasserfall mit Abfluss beaufschlagt wird
  • Themen der Gewässerunterhaltung entlang der innerörtlichen Gewässerstrecke des Mutterbaches
    • insbesondere entlang des Fließabschnitts zwischen dem Schwimmbad und der Grundschule 
  • wichtig: Hochwasserschutz an der Grundschule (die Gemeinde befindet sich derzeit in Gesprächen mit einem Anbieter zur Installation eines passenden Hochwasserschutzes)