Die Bürgerforen werden durch das Planungsbüro Hömme GbR durchgeführt, auch Vertreter:innen der Gemeinde Kirkel und der jeweiligen Löschbezirke nehmen an den Veranstaltungen teil. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, um sich über die Hochwasser- und Starkregengefährdung und geeignete persönliche und private Maßnahmen der Eigenvorsorge zu informieren und um im Austausch mit dem Planungsbüro zunächst die neuralgischen Gefahrenpunkte zusammenzutragen, für die im weiteren Projekt dann die Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden sollen.
Bürgermeister Dominik Hochlenert eröffnete den Abend und begrüßte die rund 35 Teilnehmenden.
Zunächst erfolgte dann eine Präsentation zu den Belangen der Hochwasser- und Starkregenvorsorge und eine Übersicht über die generellen Gefährdungsbereiche im jeweiligen Ortsteil. Innerhalb des Projektes werden für die Gemeinde Kirkel sogenannte Starkregengefahrenkarten erstellt, die nach Fertigstellung darstellen, in welchen Bereichen bei entsprechenden Niederschlagsereignissen mit verstärktem Oberflächenabfluss und Wasseraufstau zu rechnen ist. Diese Karten liegen bereits in einer Entwurfsfassung vor und wurden in der Präsentation vorgestellt und erläutert. Aus den Starkregengefahrenkarten und den Erkenntnissen aus den vorangegangenen Ortsbegehungen, mit Vertreter:innen von Gemeinde, Feuerwehr und den Ortsteilen, wurden die (potenziellen) Problembereiche und neuralgischen Punkte zusammengestellt, die sich bei vergangenen Starkregen- und Hochwasserereignissen bereits als (besonders) kritisch erwiesen haben oder an denen es zukünftig problematisch werden könnte. Zusätzlich wurden die durch Land erstellten und bereits veröffentlichten Starkregengefahrenkarten für die Ereignisfälle eines extremen Starkregens mit 100 Liter pro Quadratmeter sowie mit 200 l/m² vorgestellt. Diese können im Geoportal des Saarlandes eingesehen werden:
Neben der Erläuterung zu den Möglichkeiten der kommunalen und öffentliche Hochwasser- und Starkregenvorsorge, wurde im Vortrag auch eindringlich die Notwendigkeit zur persönlichen und privaten Eigenvorsorge an vielen Beispielen vermittelt. Hierzu wurden unterschiedliche Aspekte erläutert, die vor, während und nach einem Ereignis zu beachten sind und aufgezeigt, welche konkrete Maßnahmen man auf dem eigenen Grundstück bzw. am Gebäude umsetzen kann und muss (Sicherung gegen Kanalrückstau), um sich bestmöglich zu schützen. Nähere Informationen zur privaten und persönlichen Eigenvorsorge sind hier gelistet.
Zu den Punkten, die seitens der Teilnehmenden/ Betroffenen nochmals explizit angesprochen bzw. für den jeweiligen Ortsteil ergänzt wurden, zählen die nachfolgend aufgeführten Problemlagen und Bereiche. Zu beachten ist, dass diese Listen nicht die vollständigen Maßnahmenbereiche für das spätere Konzept darstellen.
Von den Teilnehmenden ergänzte Gefahrenbereiche/ Hinweise zur Prüfung:
- Pumpstation des Oberflächenwasserkanals im Bereich Limbacher Straße/ Im Ginkental: Prüfung auf Ausfallgefährdung bei Starkregen
- Möglichkeiten für Wasserrückhalt oberhalb des Limbacher Weges im Bereich des Saarforst sowie Prüfung der gerodeten Bereiche auf Erosionsgefährdung bei Starkregen
- Prüfung weiterer Rodungsflächen im Wald auf Starkregen- und Erosionsgefährdung
- Ehemaliger, mittlerweile verschlossener Durchgang unter der Bahnstrecke im Bereich Abstäberhof 8
- Klärung der regelmäßigen Prüfung des Kanalsystems auf Funktionsfähigkeit

